Eine Geschichte vom Loslassen, um Platz für Neues zu schaffen

Es ist der 9. August 2017. Ich bin bereits seit etwas über 4 Monaten krankgeschrieben – Burnout. Zwischendurch sah es schon ganz gut aus. So gut, dass ich meine Rückkehr in meinen Job für Anfang August kommuniziert hatte. Doch danach legte ich eine emotionale Talfahrt sondergleichen hin. Es war als wollte etwas in mir mir beweisen, dass ich nicht einfach da anknüpfen konnte, wo ich aufgehört hatte. Doch es war ein langer Weg der Erkenntnis. Um dorthin zu gelangen, musste erst eine beginnende Depression immer lauter an meine Tür klopfen, damit ich den Tatsachen ins Auge blicken konnte. Aber zurück zum 9. August…

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Antidepressiva: Ja oder Nein?!

Das erste Mal wurde ich mit der Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung von meiner Hausärztin konfrontiert. Zu dieser Zeit war ich bereits 2 Wochen krankgeschrieben und es zeichnete sich ab, dass mein Problem etwas tiefgreifender war, als ich mir das anfangs eingestehen konnte oder wollte. Als sie andeutete, dass aus ihrer Sicht ein Klinikaufenthalt oder – noch schlimmer – Medikamente hilfreich seien in meiner Situation, brachen bei mir sämtliche Dämme. Ich weinte wie ein kleines Kind. War doch gefühlt mein Leben bis vor einigen Wochen noch völlig in Ordnung (natürlich war es das nicht, aber das hatte ich weitestgehend erfolgreich ignorieren können), so schien es jetzt völlig aus den Fugen zu geraten. In meinem Kopf spielte sich sofort ein Film ab von weißen kalten Räumen, apathischen vollgedröhnten Patienten und ich mitten drin. Wie sollte mir das helfen? Nein, das wollte ich nicht, unter gar keinen Umständen.

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Als ich das erste Mal zum Psychiater ging und mich fragte, ob man mir das ansieht

Nachdem ich zuerst 2 Tage, dann 2 Wochen krankgeschrieben wurde und keine Besserung in Sicht war, habe ich auf Anraten meiner Hausärztin einen Termin beim Psychiater ausgemacht. (Mit einer Gesprächstherapie bei einer Heilpraktikerin für Psychoanalyse hatte ich bereits begonnen.) „Schon“ nach 4 Wochen bekam ich einen Termin, da ein Patient abgesagt hätte. Ich sagte diesen erstmal zu, telefonierte aber noch einige Psychiater in meiner näheren Umgebung ab, in dem Glauben irgendwo einen früheren Termin zu bekommen. Ein Irrglaube wie sich herausstellte. Wow, Deutschland ist anscheinend krank, denn einen offensichtlichen Mangel an Psychiatern konnte ich nicht feststellen.

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